Frauen programmieren die Zukunft. Ein Tech-Campus in Uganda

Shownotes

Nicht umsonst haben die BücherFrauen für dieses Jahr das Jahresthema "Warum wir Feminismus und Gleichberechtigung brauchen" gewählt, denn Feminismus und Gleichberechtigung sind kein Nischenthema einer Branche – sie betreffen unsere gesamte Gesellschaft. Nach dem Auftakt auf der Leipziger Buchmesse, wo eine Verlegerin, eine Autorin und eine Buchhändlerin über die Buchbranche gesprochen haben, erweitert diese Podcastfolge die Perspektive - sowohl thematisch als auch geografisch. Denn die Debatte darf nicht an Branchengrenzen stehen bleiben. Deshalb fragt Valeska Henze ihre Gesprächspartnerin Leoni Rossberg unter anderem: Wie steht es um die Gleichberechtigung in Branchen mit traditionell niedrigem Frauenanteil, etwa im Tech-Bereich? Und wie sieht das Ganze jenseits von Deutschland und Europa aus, zum Beispiel in Afrika? Valeska Henze lernte Leonie Rosberg während einer Ausbildung zum AI Strategist und Trainer kennen. Sie leitet in Uganda ein Projekt, das eindrücklich zeigt, warum feministische Perspektiven in Tech und in der KI-Entwicklung unverzichtbar sind und was es bewirken kann. Noch ein Hinweis: Im Gespräch wird irgendwann die Abkürzung CSR genannt. CSR steht für Corporate Social Responsibility

Über Leonie Rosberg

Leoni Rossberg ist Co-Gründerin von Groundbreaker, einer ugandisch-deutschen Nonprofit-Organisation, die junge afrikanische Frauen in einem Stipendienprogramm in Software Engineering und KI ausbildet. Auf einem eigenen residentiellen Campus in Uganda lernen die Absolventinnen nicht nur zu coden, sondern entwickeln eigene Lösungen für lokale Probleme – mit dem Ziel, langfristige Perspektiven zu eröffnen, ohne Abhängigkeiten zu schaffen.

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Der Buchtipp von Leoni Rossberg: Jennifer Nansubuga Makumbi: Die erste Frau. Übersetzt von Alakati Neidhardt. 532 S, InterKontinental Verlag, 2022. ISBN 978-3-9823281-1-9

Über Valeska Henze

Valeska Henze ist gebürtige Berlinerin, studierte Politikwissenschaft in Berlin, Uppsala und Warschau und ist seit vielen Jahren selbstständig tätig: Sie analysiert und schreibt Texte, moderiert Veranstaltungen und setzt sich im Ehrenamt für Diversität und Offenheit ein. Sie arbeitet auch als Übersetzerin und überträgt Sachbücher und wissenschaftliche Texte aus dem Englischen, Dänischen und Norwegischen ins Deutsche. Als agile Lerncoachin entwickelt sie außerdem agile Lernformate und unterstützt Lernende dabei, ihre eigenen Lernthemen zu entdecken und zu verfolgen sowie ihre Lernziele zu erreichen.

Die Website von Valeska Henze

Die Website der Lernagentinnen

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Musik im BücherFrauen Podcast: Swoop von den Mini Vandals (No Copyright Music).

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:30: Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge unseres Bücher Frauen Podcast.

00:00:35: Ich bin Susanne Martin, Teil des Podcastteams!

00:00:39: Diese zweiundfünfzigste Folge führt uns über Grenzen.

00:00:42: Zum einen geografisch, weil die Gesprächspartnerin von Waleska Henze Leonie Rosberg in Uganda lebt zum anderen über die der Buchbranche hinaus denn das Thema KI ist omnipräsent in unserer Gesellschaft.

00:00:56: Warum feministische KI gerade jetzt wo vieleorts Diversitätsprogramme abgebaut werden unverzichtbar ist?

00:01:03: Das ist nur eine der Fragen denen dieses Gespräch am Beispiel eines spannenden Projektes nachgeht.

00:01:10: Feminismus und Gleichberechtigung sind kein Nischenthema einer Branche, sie betreffen unsere gesamte Gesellschaft.

00:01:16: Genau deshalb haben die Bücherfrauen für dieses Jahr das Jahresthema Warum wir Feminismus und Gleich Berechtigungen brauchen gewählt.

00:01:24: Nach dem Auftakt auf der Leipziger Buchmesse wo wir mit einer Verlegerin eine Autorin oder einer Buchhändlerin über das Thema gesprochen haben erweitern wir die Perspektive heute.

00:01:34: Ganz erheblich würde ich sagen sowohl thematisch als auch geografisch Denn die Debatte darf natürlich nicht an Branchengrenzen stehen bleiben, sondern sollte darüber hinaus blicken.

00:01:45: Deshalb fragen wir heute mal wie sieht denn das mit den Gleichberechtigungen im Branchenhaus wo traditionell eher ein niedriger Frauenanteil ist?

00:01:54: Wie zum Beispiel in der Techbranche?

00:01:57: und wie sieht das Ganze jenseits von Deutschland oder Europa aus?

00:02:00: Wie zb in Afrika?

00:02:02: Ich bin Waleska Henze und während einer Ausbildung zum AI Strategist & Trainer, eine Frau begegnet die ein Projekt leitet das eindrücklich zeigt warum feministische Perspektiven in Tech und in der KI-Entwicklung unverzichtbar sind.

00:02:17: Und was sie wirklicherweise bewirken können.

00:02:21: Inspiriert hat mich außerdem Eva Genglers Buch Feministische KI dass eine intersektionale Perspektive vertritt.

00:02:29: Sie schreibt, dass KI gesellschaftliche Ungleichheiten nicht nur abbildet.

00:02:34: Das haben wir mittlerweile auch alle begriffen.

00:02:37: Sondern es ist sogar verstärkt durch die Menschen, die diese KI-Systeme entwickeln, die Daten mit denen sie trainiert werden und die Designentscheidung dahinter.

00:02:47: Und wenn noch sagt Gengler wäre das aus feministischer Perspektive ein versäumtes KI nicht darin nutzen?

00:02:54: Es gehe darum eigene feministische Zwecke für KI zu entwickeln um damit, Zitat die Welt für alle gerechter zu machen.

00:03:03: Ein ziemlich optimistischer und sehr fordernder Anspruch wie ich finde und genau darüber wollen wir heute mal sprechen.

00:03:09: in einer Hand eines konkreten Beispiels.

00:03:11: Zu Gast im Büchermacherin podcast Heute ist Leonie Rosberg.

00:03:16: sie ist Co-Grundlerin Chefsführerin von Groundbreaker eine organisch deutschen Nonprofit Organisation Die junge afrikanische Frauen in einem Stipendium-Programm in Soft Engineering und KI ausbildet.

00:03:31: Hallo Leonie, schön dass du heute hier bist!

00:03:34: Hallo vielen Dank für die Einladung.

00:03:37: Ich habe jetzt dein Projekt zum All ganz einfach mal so als Beispiel als Leuchtturm für feministische KI hingestellt.

00:03:44: Bevor wir das ein bisschen vertiefen erzähl uns doch erstmal von dem Projekt.

00:03:48: worum geht es euch dabei?

00:03:50: Und was genau bietet ihr jungen Frauen in Uganda

00:03:54: Sehr gerne.

00:03:55: Also ich komme eigentlich persönlich aus der humanitären Hilfe, war viele Jahre im Ausland gerade so im Nahen Osten zu letzt dann auch kurz bei UNHCR und war relativ desillusioniert was so den Impact angeht und wie viel dann doch Abhängigkeiten geschaffen werden und es so viele interne Prozesse gibt und da Gelder irgendwie teilweise sehr ineffizient ausgegeben werden.

00:04:18: Dann habe ich einen Unternehmer-Clem gelernt aus der Techbranche und fand die Techbranche doch sehr spannend.

00:04:25: Trotz aller Ungleichheit, die wir auf mir stark haben also extrem männlich geprägte Branche weil sie doch sehr effizient einfach arbeitet und sehr schnelllebig ist was was mir so in der humanitären Hilfe irgendwie sehr gefehlt hat.

00:04:40: Und daraus entstand dann das Projekt Groundbacker.

00:04:42: Wir haben am Anfang eigentlich lokale Initiativen im globalen Süden, zuletzt dann irgendwie auch in sechzig Ländern mit Unternehmen zusammengebracht die gerne spenden möchten, die gerne gerade so ein Bereich CSA sich engagieren möchten.

00:04:59: Das waren dann oft Gebäude.

00:05:00: also wir haben ganz viele Bildungseinrichtungen gebaut und da kam aber doch immer wieder die Frage hoch dass sehr schön in einem schönen Gebäudel zu lernen.

00:05:09: Aber was passierte danach?

00:05:10: Ein schönes Schulgebäude, das heißt nicht ein Weg aus der extremer Armut.

00:05:14: Wenn es danach einfach keine Perspektive gibt und da fand ich die Tagbruder einfach echt wahnsinnig spannend weil man jetzt über Grenzen hinweg mit Zugang zu einem Laptop und Internet plötzlich für so viele Firmen weltweit arbeiten kann und eben nicht nur an sein eigenes Umfeld gebunden ist um Arbeit zu finden und dabei aber die Lücke ganz klar Zugang zur Ausbildung.

00:05:40: Dann kann man auch so weit kommen, in diese Branche einzusteigen.

00:05:45: Und da haben wir dann erst mal ganz lange recherchiert und wirklich geguckt, gerade für Frauen, drei Prozent der weltweiten Tech-Industrie ist schwarz und weiblich.

00:05:53: Es ist eine extrem unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppe.

00:05:57: Was braucht es denn für ne junge Frau die von extremer Armut betroffen ist?

00:06:01: Wirklich um ne Karriere im Techbereich zu starten.

00:06:04: Da geht's jetzt nicht nur um hier ist ein Stipendium und hier is ne Uni sondern da gehts Wo lebt die denn dann?

00:06:11: Was kann die essen, wie kommt sie überhaupt von A nach B. Weil das sind natürlich auch alles Kosten, die damit aufverbunden sind zu studieren.

00:06:18: und daraus kamen da dieser sehr holistische Ansatz den wir mit Grand Baker Talents fahren ein residentueller Campus.

00:06:26: also die jungen Frauen kommen an Stipendium und leben dort Vollzeit Immer mal wieder Urlaub oder auch im Wochenende zu Hause, aber die sind wirklich sonst immer am Campus und bekommen Zugang zu allem was sie wirklich brauchen um einen Fokus zu haben auf die Ausbildung.

00:06:41: Um nicht abgelenkt zu sein von tausend Aufgaben, die auf dich ja auch gerade als junge Frau zuhause immer warten Kinderbetreuung, hoffen Haushalt usw.

00:06:50: Und da geht es dann wirklich um den Schlafplatzzugang zu wirklich guten Training, Mentorship, Netzwerkmöglichkeiten usw.. Und dieser holistische Ansatz, ich glaube das macht es wirklich aus am Ende, Herr Jerns zu ermöglichen und nicht irgendwie nur zu sagen cool jetzt haben wir fünfhundert Frauen ausgebildet.

00:07:08: Sondern für uns ist wirklich das Ziel wie viele dieser fünfhundert Frauen sind denn dann nach den Jobs?

00:07:12: Wenn das nur vierhundert sind, dann stimmt an dem Programm schon was nicht sondern unser Ziel ist da möglich fünfhundred Frauen auch in Jobs zu sehen.

00:07:20: Worauf besteht das Programm also?

00:07:22: was konkret lernen die Frauen wenn sie bei euch auf Campus sind?

00:07:26: Wir haben uns damals beschlossen, dass wir das Training nicht selbst anbieten.

00:07:30: Weil es einfach super viele Online-Universitäten gibt und mir war's auch ganz wichtig, dass die jungen Frauen lernen online zu lernen und nicht abhängig zu sein von einem Lehrer oder einer Lehrerin, die vor ihnen Frontalunterricht gemacht.

00:07:44: Und ich glaube, das war damals... Ich habe das Projekt aufgebaut mit drei sehr tollen organischen Frauen und gemeinsam haben wir beschlossen, wir arbeiten nur mit Online-Institutionen.

00:07:55: Und das war eigentlich so die beste Idee weil wir jetzt gesehen haben Wir haben mit Software Engineering angefangen Weil es da einfach einen großen Jobmarkt gab.

00:08:05: Das Thema Diversität war auch ganz hoch.

00:08:07: Die ganzen Firmen haben Gans Also Google Microsoft alle waren schon Teil auf diesem Diversitätsfahrt.

00:08:13: Dann kam natürlich Trump.

00:08:14: dann hat sich die weltweite Stimmung sowas dem Diversitätsthema angelegt auch sehr geändert.

00:08:20: Wir waren einfach super froh, dass wir jetzt nicht angefangen haben sehr viel Geld und auch Kapazitäten in einer eigenen Ausbildung zu investieren.

00:08:26: Sondern von Anfang an gesagt haben, wir machen das online weil dann konnten wir nur zwei Zituten anfangen die Software-Engineeren angeboten haben und jetzt einfach super schnell auf KI wechseln.

00:08:37: Wir haben dann im letzten Jahr, jetzt vorgestern war uns der erste Abschlussfeier für unseren AI Engineers also Karriere-Benehrerinnen die da jetzt das Training gemacht haben bei der Litauischen Universität oder einem College, die das online für acht Monate anbieten.

00:08:52: Und wir haben dann vor Ort Coaches und alle Infrastruktur.

00:08:56: aber die bloggen sich wirklich morgens ein, machen online ihre Kurse und gehen dann in ihre Pausen und arbeiten an ihren Projekten.

00:09:04: Wie viele Frauen nehmen da so etwa Teil immer an euren Durchläuschen?

00:09:09: Wir haben angefangen mit einem Piloten, mit nur fünf zehn Frauen.

00:09:13: Wir haben dann eine eigene Sekundarspiele gekauft im eigenen Campus und haben jetzt momentan ungefähr hundert Frauen.

00:09:20: Insgesamt hatten wir jetzt gleich bei Hundertfünfzig.

00:09:23: Im Januar die rekrutieren wir jetzt noch mal, kommen nochmal weitere Hundert.

00:09:28: Das Ziel ist irgendwann auf drei Hundert pro Jahr zu kommen, aber dann nicht alle studieren das Gleiche.

00:09:33: Im Januar wollen wir zum Beispiel noch auf Server Security auch gehen und da einfach ganz viele verschiedene Programme anbieten weil das Ziel eben ist am Ende in den Job zu kommen.

00:09:43: Und jetzt reden wir wahrscheinlich auch noch darüber, es ist sogar noch kein riesiger Tech-Markt.

00:09:47: Es gibt hier jetzt auch noch nicht endlos Bedarf an den Ingenieuren im Tech Bereich.

00:09:53: Sie müssen uns da einfach versuchen sehr zu diversifizieren und einfach viel Angebot zu haben, dass auch wirklich am Ende genug Jobs auch da sind.

00:10:02: Und wie ist das Interesse der Frauen?

00:10:04: Also könnt ihr euch vor Bewerbungen kaum retten oder musstet ihr erst mal sehr viel Verzeugungsarbeit leisten, dass sich die Frauen noch bewerben bei euch?

00:10:13: Das war ein total spannender Prozess.

00:10:15: also wir sind ja jetzt in Jahr drei und jetzt die siebte Kohorte, die momentan rekrutiert wird.

00:10:21: Am Anfang war es echt schwer.

00:10:23: Zum einen haben einfach ganz viele Familien gedacht, das ist ein Scam.

00:10:26: Also warum sollte man hier irgendwie so'n holistisches Stipendium bekommen?

00:10:31: Und deswegen haben sich glaube ich ganz viele mich beworben weil die ihr dann irgendwie Angst hatten, da geht's irgendwie um sexual trafficking oder da passiert denen einfach was... Wirklich einfach Marketing machen, ein TikTok-Kanal aufbauen so dass es einfach genug Content gibt wo man sieht das ist wirklich ein echtes Projekt mit echten Menschen.

00:10:49: Jetzt diesmal ist das erstmal wirklich andersherum.

00:10:52: also wir haben jetzt innerhalb von zwei Wochen sechshundert Bewerbung bekommen weil es jetzt einfach genug Öffentlichkeitsarbeit gab, die gezeigt hat dass das zum einen funktioniert.

00:11:02: Also wir haben eine Achtundneunzigprozentige Jobrate.

00:11:05: also es kommt wirklich eigentlich jede Person die auf den Abschluss nachfommt innerhalb von drei Monaten in den Jobs ist wirklich super gut läuft es bisher und momentan extrem viele Bewerbungen auch aus allen Gebieten Uganda's.

00:11:19: Wir wollen jetzt auch stark in die Frühlingsgemeinschaften dieses Mal gehen.

00:11:22: also da gibt es wahnsinnig viel zu hoch.

00:11:24: gerade

00:11:26: Und nach welchen Kriterien sucht ihr die Bandjahrtinnen aus?

00:11:31: Zum einen Alter, also wir hatten angefangen mit achtzehn bis fünfundzwanzig.

00:11:35: Das hat sich oft zu eingependet als zweieinzwanziger.

00:11:38: Dann kam natürlich jetzt dann auf die Anfrage aus, bin aber sechsundzwantzig.

00:11:42: Deswegen haben wir gesagt okay, jetzt erweitern wir das einmal.

00:11:45: Jetzt machen wir achtzehnt bis dreißig.

00:11:47: Jetzt kommt natürlich immer die Art Frage ich bin aber eintreißig Aber irgendwo muss man natürlich einen Stopp setzen.

00:11:54: Wir schauen ganz stark auf Ambitionen.

00:11:56: Uns ist gar nicht wichtig, hat die Person die Schule auch beschlossen.

00:12:01: Viele können das finanziell einfach nicht.

00:12:03: Sondern uns geht es um diese kleinen Geschichten, die zeigen da ist wirklich ein Tech Interesse.

00:12:08: Es gab zum Beispiel tausende Geschichten aber Immaculate hat in einem Internetcafé bei sich Dorf oder in der nächsten Kleinstadt.

00:12:19: Einmal fragt, ob sie putzen kann abends und wenn sie dann alles fettputzt hat, ob Sie dann den Computer benutzen darf?

00:12:25: Und dann hat sie Ernsthaft online komplett World of Warcraft dieses Computerspiel durchgespielt nachts und hat das eben kostenlos da nutzen dürfen weil sie da eben alles geputzt hat um es darum gekümmert hat.

00:12:37: Genau und das sind so die Geschichten wo wir merken, da hatte man wirklich ein Interesse irgendwie auch an dem ganzen Technologizhema.

00:12:43: Und das andere ist wirklich einfach so der Tragen, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und das wirklich zu nutzen.

00:12:50: Es is kein einfaches Programm, ne?

00:12:52: Das sind zwölf Monate... Die hatten teilweise noch keinen Zugang zum Laptops.

00:12:57: Nach zwei Wochen können sie ihre erste WordPress-Webseite erstellen.

00:13:01: So dass es irgendwie auch die Geschwindigkeit wie das durchgeht.

00:13:05: Das heißt du musst wirklich Lust haben

00:13:07: und

00:13:07: das auch als einzige Chance sehen lassen Du irgendwie dein Leben da, selbst in die Hände nehmen kannst.

00:13:12: Und wenn man sich denkt auch das ist jetzt kostenlos cool, dann mach ich jetzt mal mit.

00:13:15: Da hab' ich einen Platz zum Schlafen.

00:13:17: Denn ist das nicht das Richtige?

00:13:18: Das sieht man recht schnell und da waren wirklich wahnsinnig tolle Frauen schon im Programm.

00:13:24: Check es auch nicht irgendwas was abschreckt sondern eher was neugeweckt oder wo sie denken oh ja das ist eine echte Chance

00:13:33: Ja finde ich schon.

00:13:34: also ich war.

00:13:36: Natürlich sagen auch viele, ich habe immer gedacht das ist was nur für Männer oder auch... Ich dachte dass man muss extrem schlauer sein um eine Webseite zu erstellen und dann merken sie, cool das kann ich jetzt schon nach zwei Wochen.

00:13:48: Ich finde es aber ein großer Stolz bei vielen auf jetzt in so mehr männlich dominierten Fällen zu arbeiten Und natürlich und das ist für uns auch ganz wichtig neben technischen Skills Das wir wirklich an Selbstbewusstsein arbeiten für sich selbst einstehen, weil wir natürlich auch wissen.

00:14:07: Also ich bin ja jetzt durch die letzten Jahre Fundraising vor allem auf Tiefen Detect Bosch eingesteigen.

00:14:12: Da braucht man schon dickes Feld.

00:14:14: also das ist einfach ein sehr männlich dominiertes Feld und da geht es uns an dem Jahr wirklich auch darum dass sie wissen, dass sie da sein dürfen oder dahin gehören.

00:14:24: Das wichtig ist, dass in diesen Räumen sind und dass sie auch wirklich was können Teilweise auch einfach besser sind als ihre männlichen Counterparts.

00:14:31: Das geht ja einfach sehr individuell, genau und da ist es also das ist uns ganz wichtig dass sie da wirklich mit einem sehr gestärkten Selbstbewusstsein im Selbstbild aus dem Programm kommen.

00:14:41: Also du hast gesagt, acht oder neunzig Prozent sind im Prinzip in Job gelangelt.

00:14:45: gibt's dann eine besonders schöne Geschichte die du uns erzielen kannst?

00:14:50: Wir hatten letztens vor drei Wochen, glaube ich, eine Meeting bei der erneuerbaren Energieplattform.

00:14:55: Wir überlegen gerade ob wir auch noch so ein bisschen in die Richtung Green Energy gehen da noch Technikerinnen ausbilden für Solarpaneele und so.

00:15:02: Da gibt es jetzt gerade erste Konversation Und ich hatte dann Meeting mit denen und ging das Büro rein und plötzlich sehe ich Claire und Claire hat irgendwie vor einerinhalb Jahren bei uns den Abschluss gemacht.

00:15:14: Ich wusste mittlerweile so viele.

00:15:16: ich weiß persönlich gar nicht immer wo alle arbeiten.

00:15:19: Das war nicht total lustig, weil ich da wirklich zu reinkommen bin und ich wusste einfach noch wo sie im Interview waren.

00:15:25: Wir waren uns gar nicht so sicher ob sie das packt also ob sie darauf wirklich die Stärke hat.

00:15:29: Man hat gesagt auf jeden Fall eine Chance und sie hatte sich verabschiedet bevor sie ausgezogen ist am Campus.

00:15:35: und da dachte ich schon Boah dass es ja wirklich ne ganz andere junge Frau die jetzt irgendwie selbstbewusst und eloquent vor mir steht Und jetzt nochmal eineinhalb Jahre später das war wirklich Wahnsinn!

00:15:45: Die arbeitet da als Software-Engineer das da ganz geschäftigt an ihrem Laptop und hat sich natürlich auch total gefreut, dass ich das jetzt so live im Action gesehen habe.

00:15:55: Wo sie da mittlerweile ist in ihrem Leben.

00:15:57: Gebt allein ihre Geschwister, gehen zur Schule.

00:16:00: Sie macht nachts jetzt noch eine Weiterbildung in AI.

00:16:05: Das war einfach irgendwie ungeplant, dass man da mittlerweile in so Meetings reinläuft.

00:16:10: Da sitzt dann immer irgendjemand von Grandpa Catalin's – das war auf jeden Fall schön!

00:16:15: Denkt so ein bisschen, als würdet ihr die männliche Tech-Branche mächtig aufmischen?

00:16:20: Dein Uganda.

00:16:20: Wie reagieren denn die Männer auf eure Absolventinnen?

00:16:25: Also ich glaube es ist zum einen die meist gefragte Frage ist, wieso ist das nur für Frauen?

00:16:30: Wir hatten am Anfang tatsächlich das gar nicht nur geplant für Frauen.

00:16:33: Wir dachten wir machen zwei Projekte.

00:16:36: Es war schon klar dass wir nicht einen Campus haben wollen in dem Alter im Jahrzehn bis Zweiundzwanzig.

00:16:40: da sind dann alle nur abgelenkt.

00:16:41: Wir haben aber super schnell gemerkt, dass dieser Effekt, was ich vorhin schon gesagt habe von du hast einmal die Chance aus deinem Umfeld rauszugehen und dich nur zu fokussieren.

00:16:50: Das ist für Frauen durch das patriarchale System und die ganze Kehrarbeit mit so viel mehr Wirkung verbunden als für Männer und Männer hier brauchen auch ein Stipendium und brauchen auch Zugang zur Bildung und so.

00:17:01: Aber ich glaube so dieser Wohn-Lern-Campus, das ist für frauen einfach nochmal sehr, sehr viel Impact verlangen.

00:17:08: Ich finde, die Firmen freuen sich fast als.

00:17:10: ich habe auch so ein bisschen mehr Widerspruch erlebt.

00:17:13: Ich finde sie sind gut.

00:17:15: viele haben natürlich irgendwie dann auch eine Frauenquote oder wollen ja irgendwie auch diversere Teams.

00:17:19: gibt er mittlerweile auch genug Studien dazu dass das die besser performenden Teams sind?

00:17:25: und das merken wir hier schon auf jeden Fall auch.

00:17:28: Ich find der Widerspruch ist wenig.

00:17:29: aber wo wir einfach sehr dahinter sind ist Einstiegsgehalt.

00:17:33: da einfach zu gucken Weil das jetzt eine junge Frau ist, wenn ihr aufs Gefühl habt, ihr tut was Gutes.

00:17:39: Dass sie dann nicht anfangen denen plötzlich wenig zu bezahlen und ich glaube da ist unser Projekt auch ein gutes Schutzraum weil die immer wieder kommen können und sagen oder wenn irgendwas ihnen komisch vorkommt.

00:17:50: Männern dominierte Techbranche gibt ja dann auch immer wieder Vorfälle dass Sie uns im Hintergrund haben und gerade auch mein evangelisches Team.

00:17:58: unsere Countrydirektorin Laura ist eine sehr coole Frau.

00:18:02: einfach zu wissen, ich kann die jederzeit anrufen und kann mir da auch Rat und Tat holen wie verschiedene Situation in meinem Arbeitsalltag normal sind oder vielleicht nicht so normal.

00:18:11: Und ich glaube das macht total viel aus dann nicht so irgendwie als zwanzigjähriger allein gelassen zu werden.

00:18:16: Das klingt sehr gut!

00:18:18: Ich glaube sowas hätte ich mir auch gewünscht.

00:18:22: Du hast selber gesagt, die Tech-Branche in Uganda ist jetzt nicht so riesig und so.

00:18:26: Aber ich vermute mal dass sie auch nicht ohne KI mittlerweile ist sondern das Thema dort auch eingezogen ist wie hier in Europa.

00:18:34: also wir in der Buchbranche diskutieren das natürlich ganz massiv wenn auch meistens sehr kritisch.

00:18:41: mit einer zurghaltenden Haltung oder vorsichtigen Haltung sage ich mal mich würde mal interessieren Afrika diskutiert wird.

00:18:49: Also wenn ich KI und ARICA höre, denke ich immer so an Click-Worker also das Training der foundational Modelle zum Beispiel oder auch so.

00:18:57: der Begriff digitale Kolonialisierung kommt dann mal wieder vor.

00:19:01: wie ist denn das vor Ort wirklich?

00:19:03: Wie gehen die Menschen in Afrika mit dem Thema KI um?

00:19:08: Gut!

00:19:08: Ich glaube es war am Anfang eine Chance auf dieser AI-Kriminalismus weil viele dachten jetzt kommt diese ist das auf Englisch, also einfach eine Auslagerung von Jobs wie zum Beispiel auch in Indien was da ja zu sehr viel Wirtschaftswachstum geführt hat und das haben wir hier irgendwie auf dem Kontinent jetzt eigentlich auch erwartet.

00:19:29: als nächstes.

00:19:30: Dass es einfach viele Jobs hier ausgesourzt werden und hier mit einem großen Wirtschaftswachsen kommen kann.

00:19:36: Das hat AI jetzt natürlich irgendwo auch stark verringert weil's einfach viele Arbeit und diesen Jobs nicht mehr so braucht Und natürlich hat eine extreme Ausbeutung stattgefunden in dem Bereich gar keine Frage.

00:19:48: und das wird jetzt mittlerweile aber, finde ich auch von Regierungen viel.

00:19:52: Also ich glaube viele sind einfach aufgewacht und haben gesagt wir brauchen besseren Schutz von unseren eigenen Mitbürgerinnen und es braucht Gesetze und Regeln für ausländische Firmen die hier immer so umsetzen wollen wie das entweder in welchem Rahmen das passieren kann.

00:20:06: Das KI-Thema ist groß, wird jetzt auch viel von einfach den Regierungen aufgenommen um überhaupt mal zu sagen wir brauchen mal irgendwelche Gesetze.

00:20:14: Datenschutz, Daten unserer Bevölkerung und so weiter.

00:20:19: das wird gerade sehr diskutiert.

00:20:21: und natürlich jetzt Investitionen in Infrastruktur weil dass es hier natürlich ein total große Glück ernoch die wir jetzt so in Europa vielleicht nicht unbedingt haben.

00:20:30: aber also Energie-Sektor ist natürlich auch nochmal ein Europanresenthema, aber hier muss da einfach noch wahnsinnig viel investiert werden.

00:20:37: Jetzt gerade in den Ausbau von grüner Energie, solar Energie und so weiter um da überhaupt die Kapazitäten aufzubauen.

00:20:44: Da passiert gerade ganz viel!

00:20:46: Ich habe das Gefühl gerade, dass die junge Bevölkerung wirklich super motiviert Und es ist auch verständlich, weil es eine riesige Chance ist.

00:20:57: Die Technologie selbst ist ja erst mal neutral.

00:20:59: also da kann man gar nicht sagen das ist gut oder schlecht.

00:21:02: Siegt immer an der Anwendung und ich glaube junge Menschen sehen einfach das Potenzial dadurch dass es hier noch nicht diese sehr bürokratischen Strukturen schon gibt uns einen riesigen informellen Sektor in der Arbeitswelt noch gibt von kleinen Unternehmen die nicht angemeldet sind so ihr tägliches Geschäft machen, um da einfach zu sagen wie schaffen wir es mit AI?

00:21:27: Mit KI hier wirklich Probleme der Communities zu lösen und Zugang zur Ressourcen für viele Menschen zugänglich zu machen.

00:21:36: Und das ist total spannend weil es da einfach ein riesiges Potenzial gibt.

00:21:40: Jetzt reden wir aber natürlich von large language Models die auf Daten trainiert sind und es ist historisch einfach so dass extrem viel Kontext vom afrikanischen Kontinent einfach nie in diesen Daten vollkommen ist.

00:21:53: Und jetzt kann man sagen, ja aber mittlerweile sind diese alle synthetische Daten, aber natürlich sind auch synthetischer Daten trainiert und werden jetzt nicht plötzlich die Geschichte Afrikas neu erzählen wenn das nie in Büchern, in historischen Daten so aufgenommen wurde wie jetzt der Zweite Weltkrieg oder so.

00:22:10: Da ist ein Bayes da und er wird so aufbestehen bleiben.

00:22:17: Und ich glaube, da geht es jetzt ganz viel um Investitionen.

00:22:20: Wie schafft man das hier auf dem Kontinent und auch in Uganda nicht eine Position zu kommen wo man nur KI nutzt sondern wo man mit KI auch aktiv gestaltet?

00:22:30: Da geht's eben auch um Modelle in lokaler Sprache

00:22:35: und

00:22:35: da gibt´s jetzt auch schon viel also gerade sogar den größeren Soa Heli dass er jetzt einfach auch viele Investitiones passieren.

00:22:43: Jetzt hat aber zum Beispiel Uganda selbst vierzig Sprachen.

00:22:45: Und sowas muss man jetzt natürlich alles von Anfang an ausbauen und da braucht es Investitionen, die sind natürlich... Die sind da, aber sie sind natürlich im Hochteil von dem was wir in den USA natürlich auch sehen in diesem Bereich.

00:22:59: Und genau um das abzuschließen, ich glaube da liegt so ein bisschen die Gefahr über auf das Potenzial von wirklich KI-Engineurinnen auszubildenden, die mit KI gestalten können passive Nutzer von KI-System zu sein.

00:23:18: Also im Prinzip genau das, was die Eva Gengler sagt, nutzt die KI mit euren Zwecken um sie halt auf eine Art und Weise auch wenn sie vielleicht im Moment sehr bei ist und eher Ungerechtigkeiten total abbildet und in afrikanischem Fall ja wirklich also zu hundert Prozent würde ich sagen weil da einfach keine afriksanischen Daten in den Modellen drin sind.

00:23:40: Der einzige Weg, das zu ändern ist ein Prinzip damit zu arbeiten.

00:23:46: Und wir sehen das jetzt auch ganz stark, weil diese fünfzehn Frauen die jetzt diesen KI-Engineeringus für acht Monate gemacht haben, mussten am Ende jetzt so einen Fleckship-Projekt, so ein Abschlussprojekt gestalten und das war wirklich mega!

00:23:59: Also das habe ich mir letzte Woche nochmal, haben die uns das noch mal alles vorgeführt?

00:24:05: woran arbeiten sie?

00:24:07: Es sind immer Probleme ihrer eigenen Communities.

00:24:10: Also die eine hat eine App entwickelt, wo man jetzt Fotos von Pflanzen machen kann, Mais, Getreide wie auch immer.

00:24:17: wenn da irgendwelche Krankheitsgefälle sind was ein Foto davon und dann wird ihr das direkt analysiert was das für eine Krankheit ist und wieder im Idealfall auch organisch irgendwie etwas dagegen tun kannst.

00:24:28: und so dass natürlich super cool Wenn du solche Sachen größer gestaltet, dann kannst du hier wirklich super viele Probleme im Bereich Aquaculture aber auch Gesundheit und Bildung.

00:24:39: Da kannst du einfach wahnsinnig viele Menschen positiv erreichen.

00:24:43: Und das freut mich natürlich auch bei den Frauen weil da siehst du jetzt Hanna macht jetzt irgendwie keine Bildgenerierungsapp mit Katzen oder weißte irgendwas was irgendjemand braucht sondern alle gucken erst mal meiner eigenen Historie, wie ich aufgewachsen bin.

00:24:57: Vielleicht komme ich aus einer Bauernhof-Familie?

00:24:59: Was bräuchte denn meine eigene Community?

00:25:02: Dann geht es um Geld, Apps für Frauen also ganz ganz viel einfach was aber immer einen Mehrwert hat auch für die Community und das ist jetzt gerade ein spannender Schritt für uns, um zu gucken wer von denen möchte denn die Idee wirklich noch weiter gestalten?

00:25:15: Was gibt's da für finanzielle Möglichkeiten aufzusagen?

00:25:18: Das unterstützen wir auch weiterhin für die nächsten Monate, um da wirklich ein cooles Produkt rauszumachen, was am Ende auch in den Markt gehen könnte und hier genutzt werden kann.

00:25:28: Das klingt echt toll!

00:25:29: Also finde ich so bisschen wie KI-Zauberland vielleicht, also im Vergleich zu dem, was ich hier erlebe an Diskussionen, weil einfach die Möglichkeiten viel eher gesehen werden und auch tatsächlich mal ausprobiert werden und umgesetzt werden, anstatt darüber nachzudenken, was man alles einschränken muss oder was das gefährlich sein könnte, also das sind natürlich Gedanken die man sich auch machen muss.

00:25:52: Das ist schon klar aber darüber wird halt dann irgendwie immer vergessen oder übersehen.

00:25:56: dass man auch die Potenziale sich mal angucken sollte finde ich zumindest total.

00:26:01: Und auch was es mit so einem jungen Menschen macht zu sehen, ich kann das jetzt.

00:26:06: Epsi, ich früher meine Handy nur genutzt habe, weiß ich jetzt genau welche Techniken dahinter sind und ich glaube, dass ist etwas, was jedem jungen Mensch irgendwie wünschen würde da einmal wirklich die Zeit zu haben sich damit zu beschäftigen weil du kannst einfach plötzlich ja so wirksam sein und so viel kreieren, was vorher nie auf deinem Radar war

00:26:26: Was vorhin so in einem Nebensatz erwähnt, das Diversitätsthema.

00:26:31: Das würde mich noch mal interessieren also dass diesen Backlash der jetzt überall stattgefunden hat nach Regierungsübernahme von Champ spürt ihr den massiv oder ist es nur so ein Nebenprodukt was zu euch betrifft?

00:26:45: Nee, das fühlen wir auf jeden Fall.

00:26:47: ich glaube wir haben im Jahr zwanzig-dreundzwanzig das ganze Projekt auf so ein paar Hypothesen aufgebaut die so nicht mehr stimmen und das eine war Möglichkeiten remote zu arbeiten.

00:26:59: Das ist jetzt immer ein Bereich, der so ein bisschen eröffnet.

00:27:02: aber gerade im Software Engineering-Bereich dachten wir wirklich oder haben mit so vielen Firmen geredet meinten ach cool dann sagt bestellt wie wir die anstellen können?

00:27:09: Wir brauchen unbedingt eine größere Arbeitsgemeinschaft, wir brauchen unbedingt immer Support.

00:27:15: und die Idee war eigentlich das Firmen sagen cool ich kann die jungen Frauen sind gut genug Ich kann sie dann einstellen Und dafür zahle ich dann vielleicht das nächste Stipendium für die nächste Person.

00:27:25: Also, dass wir da irgendein Austausch haben auch oder dass sie halt sagen, hey, das passt perfekt in unser Diversitätprogramm.

00:27:31: Das ist für uns unterstützungswert.

00:27:33: und als wir natürlich spenden finanziert waren war das so eine Brothese, die meinte, die für uns auch irgendwie eine finanzielle Absicherung dargeboten hat und das ist einfach weggebrochen.

00:27:43: also das merkst du auch.

00:27:44: Wir sind zum Glück relativ weit aufgestellt mit auch Privat spendern und nicht nur Firmen spenden.

00:27:51: Das ist wahnsinnig schwer bei Firmen, momentan zu sagen hey wir haben ja Spendentöpfe.

00:27:56: Es gibt wirklich Ausnahmen.

00:27:57: es gibt auch coole amerikanische Filme die immer noch super viel in dem Reis machen und uns auf finanziell unterstützen.

00:28:06: Ich brauche diese Fotos.

00:28:07: ich muss zeigen dass ich irgendwas soziales auch unterstütze.

00:28:11: Mittlerweile ist das so eine.

00:28:12: Warum ist der Mehrwert für mich als Firma?

00:28:16: Das war glaube ich ein bisschen.

00:28:19: das andere ja, remote arbeiten.

00:28:22: Da haben wir mehr erwartet so ein bisschen.

00:28:24: Ich glaube zum einen hat es wirklich jetzt mit KI zu tun das einfach viele von diesen sehr juniorigen Jobs einfach auch nicht mehr, das als Firm nicht mehr auf dem afrikanischen Markt schauen und schon dass sie da irgendwie auswürfen.

00:28:36: Genau, es nimmt jetzt aber mit dem AI-Engineers etwas noch mal was anderes.

00:28:40: also da sehen wir jetzt schon, dass dann nochmal mehr Interesse auch besteht.

00:28:44: Aber dann geht's natürlich eher darum wo krieg ich relativ günstige Arbeitskraft?

00:28:50: Ich möchte mehr schwarze Frauen meinen Teams haben.

00:28:53: Das sehen wir überhaupt nicht mehr, dass das noch irgendwie ein wirklich interessiert.

00:28:57: Ja ich dachte gerade es könnte ja aber vielleicht auch ein Vorteil sein weil dann die ganze Kompetenz, die ihr jetzt aufbaut in Uganda bleibt und in Afrika bleibt und wo's ja einfach dringend benötigt wird oder nicht?

00:29:08: Wenn die ganzen Palettes jetzt nur für internationale Unternehmen arbeiten würden wer hätte ja Uganda nicht viel davon könnte ich mir vorstellen.

00:29:16: oder

00:29:17: Ja, das war tatsächlich auch so meine erste Hypothese.

00:29:19: Diesen Brain-Drain nennt man das ja zu verhindern.

00:29:23: Es gibt tatsächlich wahnsinnig viele Studien dass gerade Remote Arbeit heißt du kannst in deinem Land leiden kriegst aber ein überdurchschnittlich hohes Gehalt für deine eigenen umfeld und kannst deswegen natürlich auch wieder mehr zum Wirtschaftswachsen beitragen im Sinne von Steuern, Ausgaben usw.

00:29:40: Also es gibt da sehr unterschiedliche Studien wie trotzdem das Wirtschaftswachstum auf und durch eine Diaspora sehr angeheizt wird.

00:29:48: Ich glaube was ich schnell gelernt habe wir waren am Anfang so unbedingt uggangische Firmen unbedingt hier bei Firmen unterstützen die mit aufzubauen.

00:29:57: Das sind natürlich junge Menschen und ich denke jetzt auch ich wohne ja jetzt auch in Uganda.

00:30:02: wenn sie jetzt sagen hey ich hatte aber Lust war nach Europa zu gehen oder ich hab Lust in die Vosa zu gehen Dann sind wir jetzt natürlich die Letzten, die sagen, das reicht aber nicht.

00:30:09: Genau und das Interesse ist bei manchen da, beim Manchen aber auch nicht.

00:30:13: Was wir schon merken ist dass der Markt noch nicht so reif ist für die KI-Engineurinnen.

00:30:19: Die sind ja jetzt fertig geworden.

00:30:21: Wir hatten es ganz oft so, dass die jungen Absolventin schon irgendwie zwei drei Wochen vor ihrem Abschluss schon Jobs hatten.

00:30:29: Und ich glaube diese fünfzehn jungen Frauen, die jetzt dieses KI Studium gemacht haben, die waren glaube ich Wir finden auf jeden Fall einen Job, alle wollen uns und sind jetzt glaube ich so ein bisschen ernüchtert gerade weil sie halt merken es gibt noch gar nicht so viel Potenzial.

00:30:44: Aber ich gebe dem paar Monate noch.

00:30:46: also auch hier wird sich das etwas Zeit versetzt.

00:30:49: aber es wird auch hier wenn sich alle Tech Firmen darauf spezialisieren was wir jetzt machen.

00:30:54: momentan ist nochmal eine Vorprofit aufzubauen also wirklich im Unternehmen wo gerade auch NGOs uns Projekte geben können und die Talent setzen die dann um.

00:31:04: Also irgendeine Workflow-Optimisierung, Agenting AI was auch immer gebraucht wird und kriegen dann sozusagen über unseren Gehalt.

00:31:12: Und da sehen wir das natürlich noch mal viel mehr potenziales Geld zu verdienen weil es einfach super viele... NGOs, aber auch natürlich Firmen.

00:31:20: Jetzt gibt die da intern keine Kapazitäten haben und sowas dann leichte Auslagen drin.

00:31:25: Das nennen wir jetzt Brownbacker Studios das bauen wir jetzt gerade auf und ich glaube da wird es echt nochmal viel Potenzial geben dass man diese Projektbasiert dann noch weiter arbeiten lässt dafür.

00:31:34: Da habt ihr angefangen zu überlegen was für ein Projekt ihr für die Bücher Frauen machen könntet?

00:31:39: Aber da kann man darüber reden wenn ihr dann soweit seid und das ist aufgebaut.

00:31:44: Ja, die machen jetzt gerade was für Groundpacker-Tellens intern um mal dazu zu gucken so ein Dashboard mit den Impact Daten und dann wird das wirklich losgehen.

00:31:52: Was wünscht du dir für deinen Projekt?

00:31:54: Für die Zukunft insgesamt global aber vielleicht auch von Europa?

00:31:58: also gibt es irgendwie Unterstützungsmöglichkeiten?

00:32:02: Für uns ist natürlich Fundraising das A&O also finanzielle Unterstützung für die Non-Profit zumindest, um diese Möglichkeit immer mehr Frauen zu geben.

00:32:13: Ich glaube es ist mit das Nachhaltigste, woran man jetzt irgendwie Geld auch spenden oder investieren kann weil wir eben sehen dass die Frauen innerhalb von zweieinhalb Jahren das Geld was in sie investiert wurde am Anfang wieder zurückverdient haben und davon geht dann auch eintrittlich wieder an ihre eigene Familie.

00:32:28: also Das ist halt nichts was verpufft sondern es ist wirklich eine langfristige Zugang für eine junge Frau die ihr eines eben damit verändern kann.

00:32:38: Also das ist immer so, dass eine große, das andere große auf Europa.

00:32:42: Wir haben ein sehr ausgeprägtes menschliches Programm auch an alle Techies vielleicht die zuhören und das machen ganz viele tolle Menschen aus Europa USA Indien überall aus der Welt her, die sagen hey ich nehme eine Stunde pro Woche Zeit und mentore einer der jungen Frauen für acht Monate.

00:32:59: Und das ist nicht nur für die Talents wirklich mega wertvoll weil sie eben eine eigene Ansprechperson haben sondern auch für die mentornde Mentorinnen die da einfach einen Einblick bekommen in eine ganz andere Lebensrealität und da auf möglichen jung Menschen auf einem Neuanfragen oder auf so ein Karriereweg unterstützen können.

00:33:19: Mentorin bieten wir auch an, also uns eines unserer Erfolgsprojekte für Frauen in der Buchbranche.

00:33:25: Ich finde ich immer sehr wertvoll, wenn man einen Austausch mit einer erfahrenen Kollegin kommen kann.

00:33:31: Du hast jetzt ja am Anfang erzählt was deine persönlichen Wegrunde waren für das Projekt?

00:33:36: Mich würde jetzt noch interessieren, du lebst ja mittlerweile in Afrika Was schätzt du besonders an diesem Land?

00:33:42: so gar nicht so sehr das berufliche sondern vielleicht mehr so das persönliche?

00:33:47: Sößlich hier.

00:33:49: Wir haben vor acht Monaten ein Baby bekommen und ich glaube, das war so okay.

00:33:53: jetzt lebte er bestimmt in Deutschland.

00:33:56: Für uns war es aber gar keine Frage dass wir hier zurückkommen.

00:33:59: Es ist einfach eine andere Art der Gesellschaft würde ich sagen.

00:34:04: also sehr solidarisch sehr offen sehr resilient irgendwie auch.

00:34:09: man hat hier natürlich durch sehr viel viele Infrastruktur oder viele Sachen die irgendwie halt nicht immer funktionieren Einfach so ein bisschen Lebenslust oder auch eine gewisse Geduld mit dem Leben und ich merke es jetzt ganz stark mit unserem Sohn, dass das einfach so ne kinderfreundliche Gesellschaft ist.

00:34:29: Also egal welches Restaurant, egal wo du hingehst Da würdest du mit offenen Armen empfangen und alle nehmen hoch und freuen sich.

00:34:36: Und eins ist mir auch immer so wieder aufgefallen, ich habe den die ersten Monate dann auch immer mit ins Büro genommen und dass meine Kollegen am Anfang ganz oft gesagt haben Danke das du auf unserem Sohn aufpasst.

00:34:46: Ich dachte so hey, es ist doch mein Sohn!

00:34:49: Um dann aber zu verstehen, dass so ein Kind wirklich Teil der Gesellschaft ist und man als Mutter da den Dank bekommt, das ist ja ein stark feministisches Thema auch.

00:34:59: Den Dank bekommen, dass man eben diese neue Generationen der Gesellschaft mit aufzieht.

00:35:05: Und das ist sowas was mich wirklich jeden Tag fasziniert und was man so in Deutschland nicht unbedingt kennt.

00:35:11: Ja wunderbar!

00:35:12: Vielen Dank für die super spannenden Einblicke im Projekt und diesen kurzen Einblick in dein Leben in Nachbarn.

00:35:19: Ich fand das super interessant.

00:35:22: Und jetzt einfach nochmal, also das ist ja der Buchmacherinnen-Podcast der Bücherfrauen.

00:35:28: Ich hatte dich ja im Vorfeld gefragt nach einem Buchtipp einer afrikanischen Autorin.

00:35:32: du hast mir erzählt, du hättest da was ganz Spannendes, was sogar ins Deutsche übersetzt ist?

00:35:37: Was ist denn das für ein Buch?

00:35:40: Ja, das hat mich jetzt wirklich gefreut seit letztem Jahr auf Deutsch und deswegen habe meine Mutter das jetzt auch schon in ihrem Buchkreis gelesen Marc-Humbi, die hat das Buch geschrieben Die Erste Frau und es ist ein super spannendes Buch weil zum bisschen in den Blick nimmt.

00:36:01: Den traditionellen, organischen Feminismus der sehr viel auf Frauen Solidarität geht.

00:36:09: Und dann die Prägung des westlichen Feminismus Der natürlich durch die Kolonialzeit hier dann stark auftritt und nicht wirklich an dem traditionellen Feminisme anknüpft sondern denen so ein bisschen überlappt.

00:36:22: Es sind Romanen super schön gestiegen.

00:36:24: Einfach mal ein bisschen Einblicke in diese Frauenseidelität zu bekommen, die du hier in diesen Community-based Kulturen sehr stark hast.

00:36:33: Das fand ich total schön eine große Empfehlung und gibt es mittlerweile auch auf Deutsch.

00:36:38: Werden wir als Link natürlich irgendwie verlinkt im Text zum Podcast?

00:36:43: Noch einmal herzlichen Dank, Leonies!

00:36:44: Es war ein sehr spannendes Gespräch und ich wünsche dir und deinem Projekt ganz viel

00:36:50: Erfolg.

00:36:51: Vielen Dank, vielen Dank für die schönen Fragen.

00:37:08: Hat mich sehr gefreut!

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